Vernetzung

Vernetzungstreffen „Soziale Jungs“

„Wie können wir junge männliche Geflüchtete für soziale Berufe begeistern?“ Mit dieser Frage beschäftigten wir uns auch beim zweiten „Soziale Jungs“-Vernetzungstreffen am 14. Februar 2018. Weiterlesen

Vertreter sozialer Einrichtungen kamen auf unsere Einladung in der Aachener Nadelfabrik zusammen, um darüber zu diskutieren, wie man das soziale Engagement von Jungen aus fremden Kulturen fördern kann.

Sich in die Lage junger Flüchtlinge hineinzuversetzen ist außerordentlich schwierig. Das Gedankenspiel „Im Land von Milch und Honig?“ erlaubte den Teilnehmern direkt zu Beginn des Vernetzungstreffens jedoch zumindest eine Ahnung von deren Ängsten und Bedürfnissen. Wir baten unsere Gäste, sich zu fragen: Was würde man nach der Ankunft in Deutschland als Erstes tun? Wie würde man sich organisieren bzw. vernetzen? Welche Hindernisse könnten auftreten und wie würde man den ersten Tag gestalten – wie die erste Woche? Im Gespräch entstand so ein spannender Perspektivwechsel, der die – auch emotionale – Situation junger Geflüchteter greifbar gemacht hat.

Kommunizieren, aufklären, ermutigen

Im Anschluss begrüßten wir Sonja Fatma Bläser, Gründerin des HennaMond e. V. aus Köln. Der Verein bietet Jungen und Mädchen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte einen geschützten Raum, mit dem Ziel, sie in ein, auch bei der Berufswahl, selbstbestimmtes Leben zu begleiten. In ihrem Vortrag gab Frau Bläser Einblick in die kulturellen Unterschiede, mit denen Flüchtlinge in Deutschland zu kämpfen haben und dem starken Einfluss ihrer Angehörigen bei der Meinungsbildung – insbesondere im Hinblick auf das Image sozialer Berufe. In den Herkunftsländern der Flüchtlinge sind diese oft unbekannt oder leiden zum Teil unter einem schlechten Ruf. Um jungen Menschen positive Leitfiguren zu geben, hat HennaMond das Projekt „CHAMPS“ gegründet. Bei diesem besuchen Jugendliche, die sich erfolgreich aus einer fremdbestimmten Lebenssituation gelöst haben, Schulen sowie soziale Einrichtungen und ermutigen dort auch junge männliche Geflüchtete, den Schritt in ein selbstgewähltes Berufsfeld zu wagen.

Insgesamt bot das zweite Vernetzungstreffen viel Raum für Erfahrungsaustausch und weitere Denkanstöße. Es wurde deutlich, dass die Antwort darauf, wie wir junge männliche Geflüchtete für soziale Berufe begeistern können, sowohl in der Kommunikation mit den Jungen als auch mit ihren Angehörigen liegt. Entscheidend ist dabei eine individuelle Beratung unter Berücksichtigung von Herkunft sowie kulturellem und familiärem Hintergrund.

Besonders haben wir uns darüber gefreut, drei junge Geflüchtete aus unserem Projekt „Coole Geschichten“ für unser Treffen gewinnen zu können. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für den Tag mit vielen neuen Informationen und Impulsen!

Programm

Vernetzungstreffen „Soziale Jungs“

Thema „Junge männliche Geflüchtete sozial engagiert“

Vom 28.08.2017 bis 29.08.2017 veranstaltete ax-o ein erstes bundesweites Vernetzungstreffen. Zentrales Thema war die Integration von geflüchteten Jungen und jungen Männern in das Projekt „Soziale Jungs StädteRegion Aachen“. Weiterlesen

Kontakt zu Jugendlichen und Bildungseinrichtungen verstärken

Vorträge der Bildungsbeauftragten der StädteRegion und der Stadt Aachen, der Mitarbeiter von ax-o sowie einer Lehrbeauftragten der Evangelischen Hochschule Bochum mit dem Schwerpunkt Flucht und Migration lieferten wichtige Impulse für den Erfahrungsaustausch: Unsere Gäste erfuhren Wissenswertes über die rechtliche Situation von Neuzugewanderten, über spezielle Bildungsangebote und darüber, wie diese an junge männliche Geflüchtete herangetragen werden können.

Das Ergebnis des Treffens: Nur ein praktischer Einblick in eine soziale Einrichtung motiviert die Jungen, ehrenamtlich aktiv zu werden und perspektivisch eine berufliche Zukunft im sozialen Sektor zu sehen. Doch junge männliche Geflüchtete von einer Hospitation zu überzeugen ist die größte Herausforderung für Pädagogen, Sozialarbeiter und Betreuer. Dies kann nur über einen fundierten Dialog mit den Jugendlichen geschehen, zu dem die sozialen Akteure befähigt sein müssen.

Denn es mangelt nicht an Angeboten, die ihnen einen Zugang zu sozialen Berufen ermöglichen – vielmehr müssen Vorurteile abgebaut und der Bekanntheitsgrad der Angebote gefördert werden. Für die Zukunft gilt es darum, die kontinuierliche Kooperation mit Bildungseinrichtungen zu stärken und den Dialog mit den Jugendlichen zu intensivieren.

Wir blicken auf zwei erkenntnisreiche Tage zurück und bedanken uns bei allen Teilnehmenden für viele wertvolle Denkanstöße!

Programm

Erzieher-Treff

Am 6. Juli 2017 fand unser vorerst letzter „Erzieher-Treff“ statt. Mit Beginn des neuen Schuljahres möchten wir den Kreis etwas größer werden lassen. Weiterlesen

Das Vernetzungstreffen „Soziale Jungs“, zu dem wir für den fachlichen Austausch auch Gäste aus Hamburg und Frankfurt erwarten, bildet den Auftakt. Außerdem sollen diese Treffen zukünftig unter einem bestimmten Thema stehen zu dem wir dann auch einen fachlichen Impulsvortrag einladen möchten.
Leider ist klar, dass wir keine weiteren Treffen im Café Kränzchen durchführen können, da dies Ende Juli schließt.

Wir bedanken uns bei allen bisherigen Teilnehmern des „Erzieher-Treffs“. Die Gespräche haben Spaß gemacht. Gerne bleiben wir in Kontakt. Über ein Wiedersehen am 28./29.8.2017 würden wir uns freuen. Das Thema des Impulsvortrages: „Noch minderjährig oder schon volljährig, wie verändert das die Lebenssituation von jungen Geflüchteten.“ Kader Doğru, Lehrbeauftragte mit dem Schwerpunkt Flucht und Migration an der Evangelischen Hochschule Bochum.